Die Schweiz bleibt eine der führenden Nationen im Gasballonsport: Balthasar Wicki und René Erni gewinnen die 69. Coupe Aéronautique Gordon Bennett und damit die Weltmeisterschaft im Langdistanz-Gasballonfahren. Auch die beiden weiteren Schweizer Teams überzeugten mit den Rängen 5 und 11.
23 Gasballone aus elf Nationen starteten in der Nacht auf Samstag im deutschen Gladbeck. Schon bald zeigte sich, dass Wicki und Erni mit SUI-2 eine andere Strategie als das übrige Feld verfolgten. Während die meisten Teams ostwärts über Polen fuhren, wählten sie eine nördliche Route über die Ostsee.
Nach einer ersten Meeresüberquerung erreichten sie Schweden. Ihre Fahrt führte anschliessend weiter über Estland und erneut über die Ostsee bis nach Finnland. Nach 41 Stunden und 4 Minuten landeten sie östlich von Helsinki. Mit einer zurückgelegten Distanz von 1’555 Kilometern sicherten sie sich verdient den Weltmeistertitel. Für Balthasar Wicki und René Erni ist es der erste gemeinsame Sieg am Gordon Bennett.
Auch die Titelverteidiger Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger auf SUI-1 zeigten erneut eine starke Leistung. Ihre Route führte über Deutschland, Polen und durch die anspruchsvolle Suwałki-Lücke zwischen Weissrussland und Kaliningrad bis nach Lettland. Das Team befand sich in einer ausgezeichneten Position und wollte in der dritten Nacht nochmals angreifen. Ein zunehmender Gasverlust machte eine Fortsetzung jedoch unmöglich. Mit 1’356 Kilometern erreichten Frieden und Witprächtiger den hervorragenden 5. Rang.
Das dritte Schweizer Team mit Nicolas Tièche und Laurent Sciboz auf SUI-3 fuhr ebenfalls über Polen und durch die Suwałki-Lücke nach Litauen. Nach 1’189 Kilometern beendeten die beiden ihre Fahrt auf dem 11. Rang.
Mit dem Weltmeistertitel sowie den Rängen 5 und 11 haben alle drei Schweizer Teams die Stärke und Erfahrung des Schweizer Gasballonsports eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Der Schweizerische Ballonverband gratuliert Balthasar Wicki und René Erni herzlich zu ihrem Weltmeistertitel. Ebenso gratulieren wir Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger sowie Nicolas Tièche und Laurent Sciboz zu ihren starken Leistungen an dieser aussergewöhnlichen Weltmeisterschaft.